Geniale Romanidee im Kopf? 10 Tipps für den Start

Du hast diese eine Idee.
Eine Geschichte, die dich nicht mehr loslässt. Figuren, die in deinem Kopf sprechen. Szenen, die sich anfühlen wie ein Film. Und trotzdem sitzt du vor dem leeren Dokument und fragst dich: Wie fange ich an?

Die gute Nachricht: Eine geniale Romanidee ist ein großartiger Anfang. Die bessere Nachricht: Schreiben ist kein mystisches Talent – es ist ein Handwerk. Und das kann man lernen.

Hier kommen 10 konkrete Tipps von Vanessa, damit aus deiner Idee endlich ein fertiges Manuskript wird.

1. Halte die Idee fest – bevor sie verblasst

Ideen fühlen sich im Kopf oft klar und intensiv an. Aber wenn du sie nicht aufschreibst, verlieren sie an Schärfe.

Notiere dir:

  • Die Grundidee in 1–2 Sätzen
  • Das zentrale Problem oder den Konflikt
  • Wer deine Hauptfigur ist
  • Warum genau dich diese Geschichte reizt

Dieser letzte Punkt ist entscheidend. Wenn du weißt, warum du diese Geschichte erzählen willst, bleibst du auch dran.

2. Entwickle eine starke Hauptfigur

LeserInnen bleiben nicht wegen der Idee – sie bleiben wegen der Figuren.

Stell dir Fragen wie:

  • Was will deine Hauptfigur unbedingt?
  • Wovor hat sie Angst?
  • Was steht ihr im Weg?
  • Wie verändert sie sich im Laufe der Geschichte?

Ein Roman lebt von Entwicklung. Wenn sich am Ende nichts verändert hat, fühlt sich die Reise leer an.

3. Skizzieren oder drauflosschreiben?

Es gibt zwei Grundtypen:

  • Die KonstrukteurInnen – planen ihre Geschichte grob oder detailliert vor
  • Die Seelisch-Intuitiven – schreiben intuitiv drauflos

Beides ist richtig. Finde heraus, was für dich funktioniert.

Ein Mittelweg kann oft ideal sein:

  • Schreibe ein grobes Gerüst mit Anfang, Mitte und Ende.
  • Plane die wichtigsten Wendepunkte.
  • Lass Raum für spontane Ideen.

Struktur gibt Sicherheit – Freiheit bringt Magie.

4. Fang unperfekt an

Der größte Feind deines Romans ist nicht mangelndes Talent – es ist Perfektionismus.

Der erste Entwurf darf:

  • holprig sein
  • klischeehaft wirken
  • Dialoge haben, die noch nicht sitzen

Er muss nur eins: existieren.

Denke immer daran: Überarbeiten kannst du nur, was geschrieben wurde.

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5. Schreib regelmäßig – nicht nur bei Inspiration

Warte nicht auf Motivation. Sie ist unzuverlässig.

Setze dir z.B.:

  • Eine feste Schreibzeit pro Woche, wir nennen das das Schreib-Date mit dir selbst
  • Ein Wortziel pro Tag (z. B. 300–500 Wörter)
  • Kleine Etappenziele (Kapitel 1 fertig, erster Akt abgeschlossen etc.)

Kontinuität schlägt Inspiration. Dieser Punkt ist mit einer der Wichtigsten und der, an dem viele häufig scheitern. Damit dir das regelmäßige Schreiben gelingt, haben wir unser Wortreich Schreibjournal für dich entwickelt. Tracke deine Schreiberfolge, behalte den Überblick über deine Schreibsession und komm in den Schreibflow. Lade dir das PDF >> hier herunter.

Wortreich Schreibjournal
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6. Lass deine Figuren leiden

Klingt gemein – ist aber notwendig.

Spannung entsteht durch:

  • Hindernisse
  • Fehlentscheidungen
  • Rückschläge
  • innere Konflikte

Mach es deiner Hauptfigur nicht zu leicht. Je größer die Herausforderung, desto befriedigender das Ende.

7. Dialoge lebendig schreiben

Gute Dialoge:

  • klingen natürlich, aber nicht wie Smalltalk im echten Leben
  • transportieren Emotionen
  • zeigen Konflikt
  • haben Subtext (das, was nicht direkt gesagt wird)

Lies deine Dialoge laut vor. Wenn sie sich künstlich anhören, überarbeite sie. Dialoge werden umso glaubwürdiger, je besser du deine Figuren kennst. Es kann also ratsam sein, sich erst mit deinen Figuren etwas näher auseinanderzusetzen.

8. Überarbeiten ist der wahre Zauber

Der erste Entwurf ist nur der Anfang. Jetzt beginnt das Feintuning:

Frage dich:

  • Ist jede Szene notwendig?
  • Hat jede Szene ein Ziel?
  • Entwickelt sich die Figur sichtbar?
  • Gibt es Längen?

Manchmal bedeutet gutes Schreiben auch: streichen.

9. Hol dir Feedback – aber zum richtigen Zeitpunkt

Zeige deinen Text nicht zu früh, wenn du noch selbst unsicher bist.
Aber zeige ihn auch nicht erst nach fünf Jahren in der Schublade.

Gutes Feedback:

  • ist ehrlich
  • konkret
  • respektvoll

Und wichtig: Nicht jede Kritik muss umgesetzt werden. Es ist dein Roman. Suche dir zu Anfang Personen, denen du vertraust und dir konstruktives Feedback geben und dich nicht runtermachen.

10. Bleib dran – auch wenn es schwer wird

Jeder Roman hat eine Phase, in der du denkst:

  • „Das ist schlecht.“
  • „Ich kann das nicht.“
  • „Andere schreiben viel besser.“

Das gehört dazu. Wirklich.

Der Unterschied zwischen Menschen mit einer Idee und Menschen mit einem fertigen Roman ist Ausdauer.

Fazit: Die Idee war nur der Anfang

Eine geniale Romanidee ist ein Geschenk.
Aber der Roman entsteht durch Disziplin, Mut und Durchhaltevermögen.

Schreiben ist kein Hobby – es ist eine Entscheidung.
Eine Entscheidung, deine Gedanken ernst zu nehmen.
Eine Entscheidung, deine Geschichte zu erzählen.

Also: Dokument öffnen.
Ersten Satz schreiben.
Und nicht mehr aufhören.

Du willst endlich deine eigene Geschichte schreiben, statt nur die von anderen zu lesen?

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Vanessa Vetter Mentorin Wortreich Academy

Über Vanessa

Ich bin Autorin und zusammen mit meiner Schwester habe ich es mir zur Mission gemacht, mit der Wortreich Academy eine Plattform zu erschaffen, bei der sich alles ums Schreiben, Kreativität und den Autoren Lifestyle dreht. Wir unterstützen Autor:innen beim Weg den Traum vom eigene Buch in die Tat umzusetzen.

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